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Vierbeiner bei Ehrenamtsmesse

Viele Vereine und Organisationen präsentieren sich im Lindencenter, darunter auch der Malteser Hilfsdienst mit der Hundestaffel.

Von Miriam Weber. Stralsund. "Die Ehrenamtsmesse bietet nicht nur eine gute Möglichkeit, sich selbst bekannt zu machen, sondern auch, um andere Vereine und Einrichtungen kennen zu lernen", erklärt Mandy Kröppelin vom Europäischen Integrationszentrum aus Rostock. Das EIZ gehörte am Sonnabend zu den zahlreichen Teilnehmern der 3. Ehrenamtsmesse in der Hansestadt.

Viele Besucher nutzten die Veranstaltung im Lindencenter, die unter Schirmherrschaft von Sozialministerin Manuela Schwesig stand, um sich über das Ehrenamt zu informieren. So wie der 25-jährige André Albrecht, der mit seiner kleinen Tochter Leonie Thämlitz zur Messe kam. "Ich habe mir Infomaterial mitgenommen, um zu sehen, was das Richtige für mich ist, wenn ich mich ehrenamtlich engagieren will", sagt er. Aufregend für Leonie war auf jeden Fall der Stand des Malteser Hilfsdienstes. Labrador Polly von "Frauchen" Grit Heyer von der Rostocker Hundestaffel hatte an der Einjährigen einen Narren gefressen.

Viele Vereine, die schon vergangenes Jahr bei der Messe in der Jakobikirche dabei waren, zeigten wieder Präsenz. Wie der Internationale Bund, der mit kleinen kulinarischen und gesunden Köstlichkeiten aufwartete und zum Ernährungsquiz animierte. Außerdem fing Iris Hollensen vom Experiment e.V. Bonn die Besucher ab. "Mit 78 Jahren sind wir die älteste Austauschorganisation Deutschlands, wir haben in den 70er-Jahren das Au-pair-Programm erfunden", macht die Prohnerin Werbung und hofft, dass sich viele potentielle Gastfamilien für ausländische Schüler und Studenten unter den Gästen befinden.

Quer durch das gesellschaftliche Leben ziehe sich das Engagement von Ehrenamtlichen. Man könne nicht oft genug erwähnen, dass ohne die Ehrenamtlichen nichts laufen würde, so OB Alexander Badrow in seiner Begrüßung, bevor er sich Zeit für einen Rundgang und ein Gespräch an jedem Messestand nahm.

Außerdem verwies er darauf, dass das eigene Internetportal zum Ehrenamt, das 2009 symbolisch eröffnet wurde, pro Monat 200 Zugriffe aufweist. Auch Rügens Landrätin Kerstin Kassner bedankte sich bei den vielen, "die nicht nur schimpfen, sondern selbst etwas in die Hand nehmen und loslegen". So wie etwa Ulrich Rau, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Stralsund. "Sowohl der Vorstand als auch unsere Jungs sind auf ehrenamtliche Arbeit angewiesen", meint er und betont gleichzeitig, dass die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr einwandfrei funktioniere. Von der Messe erhoffte er sich, dass die Blauröcke wahrgenommen werden, denn "viele Stralsunder wissen gar nicht, dass es bei uns eine Freiwillige Wehr gibt.".

Auch Sportvereine, wie der Sportbund der Hansestadt und der Kanu-Club, präsentierten sich. Der zehnjährige Domenique-Jan Freimuth nutzte die Chance zum Probesitzen in einem Kanu. Auch die gleichaltrige Marie Luise Lissner nahm das Paddel in die Hand und zog sich eine leuchtend rote Schwimmwest über. "Das Schöne bei unserem Verein ist, dass Kinder von drei bis neun Jahren beitragsfrei dabei sein können", verrät Karoline Meyer-Knauf. Und Gerhard Winkler ergänzt: "Unsere Mitgliederentwicklung im Kinder- und Jugendbereich läuft super."

Mitglieder vom Deutschen Roten Kreuz und der Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew, der Seniorenbeirat und viele andere mehr stellten sich den Fragen und gaben Informationen. Sollte die Messe im kommenden Jahr wieder so erfolgreich laufen, werden sich die Veranstalter nach größeren Räumlichkeiten umschauen müssen.

(Quelle: Ostsee-Zeitung, 08.03.2010)

 
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